Schuldenfalle – dauerhafte Disponutzung

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Die Zinsen bei einem Dispositionskredit sind sehr hoch, doch viele Kunden kommen oft nicht aus diesem Kreislauf raus. Eine einfache Möglichkeit an finanzielle Mittel zu gelangen ist in jedem Fall mit einem Dispokredit gegeben. Dieser wird meist direkt bei der Kontoeröffnung vertraglich festgehalten. Bei regelmäßigen Geldeingängen ist die Freischaltung schnell und unkompliziert geschehen. Der Disporahmen kann meist individuell festgelegt werden. Es sollte allerdings mit Bedacht damit umgegangen werden und wirklich nur nutzen, wenn es sich um eine notwendige Anschaffung handelt. Viele sehen dies als zusätzliche Geldmittel und kommen sehr schwer wieder aus dieser Schuldenfalle heraus. Ist es erst soweit gekommen, muss meist eine Umschuldung in Anspruch genommen werden, denn die sehr hohen Zinsen sind kaum mehr auszugleichen.

Schuldenkreislauf nicht schließen

Das Umgehen mit dem eigentlich zur Verfügung stehenden Geld ist schnell verlernt, denn auch wenn das Konto Null anzeigt, gibt die Bank Geld aus. Für vernünftige Verbraucher ist der Dispokredit eine sehr angenehme und flexible Möglichkeit. Das sieht auch die Verbraucherzentrale Sachsen und hier genau Andrea Heyer. Auf einer Konferenz zu den Finanzdienstleistungen wurde dies nochmals deutlich gemacht. Der Dispo bietet die Chance, finanzielle Engpässe aufzufangen. Mit einer Leichtfertigkeit ist schnell der Schuldenkreislauf geschlossen. Man sollte sich selbst einen Rückzahlungsplan aufstellen, dass beispielsweise im Monat 50 Euro getilgt werden. Das kann auch direkt mit der Bank ausgehandelt werden, indem der Dispo Schritt für Schritt einfach gekürzt wird. Für den Kontoausgleich ist es manchmal schon empfehlenswert, wenn man den Stromanbieter oder auch die Versicherung wechselt. Denn sollte man sich über mehrere Monate im Minus befinden ist eine schnelle Lösung angebracht.

Schuldenberatung kann helfen

Zudem sollte bereits bei der Kontoeröffnung auf die Zinsen des Dispos geschaut werden, so Frau Heyer. Liegen die Zinsen über 10 Prozent, kann direkt eine Bank gewählt oder auch gewechselt werden. Der Kunde selbst muss hier als Initiator fungieren, da die Bank natürlich von den Zinsen einen positiven Vorteil zieht. Mit einer genauen Haushaltsaufstellung und der Einsparung von unnötigen Ausgaben kann man sehr schnell wieder den Dispokredit loswerden. Die Aufnahme eines normalen Ratenkredites kann meist auch dazu genutzt werden das Girokonto wieder auszugleichen. Die Zinsen hierfür liegen meist weit unter dem Überziehungszinssatz. Besteht diese Möglichkeit nicht, ist auch das Aufsuchen einer Schuldnerberatung nicht die schlechteste Alternative. Diese können einem meist Wege aufzeigen, an die man selbst nicht gedacht hat. Um jedoch erst gar nicht in diese Falle zu geraten, sollte der Dispokredit wirklich nur als kurzfristige Möglichkeit gesehen werden.

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